Tradition trifft Nachhaltigkeit
09.06.2022

Tradition trifft Nachhaltigkeit

Tradition wird bei Kälte Bast großgeschrieben. Seit 1948 werden dort in Hamburg technische Geräte und Anlagen rund um Klima und Lüftung gebaut, installiert und gewartet. Überhaupt nicht altbacken, sondern „sinnstiftend ist das Handwerk und ein Job mit Zukunft, denn Nachwuchs wird dringend gesucht,“ wirbt Arne Bast, Ingenieur und Geschäftsführer in dritter Generation, in seiner Begrüßung. Diese gilt an diesem Vormittag den Schülerinnen und Schülern der Stadtteilschule Walddörfer, die im Rahmen des neuen Programms clean:tech der Initiative NAT den Betrieb besuchen. „Fast jeder, der hier anfängt hat auch vorher schon Kontakt ins Unternehmen gehabt,“ erzählt Stefan Janne und betont damit die familiäre Atmosphäre im Handwerksbetrieb. Der Meister für Kälteanlagenbau hat vor vielen Jahren selbst mit einer handwerklichen Ausbildung bei Kälte Bast begonnen und ist heute in leitender Funktion tätig. Die Vorteile einer Ausbildung legt er den Jugendlichen dar und auch die Möglichkeiten zur Weiterbildung sind vielfältig.

Innovationen und die eigene Verantwortung

Und nicht nur zukunftsträchtige Ausbildung bietet das Unternehmen. „Wir versuchen innovative Lösungen zu entwickeln, um Klimatechnik nachhaltiger zu gestalten und als Betrieb unserer gesellschaftlichen Verantwortung gerecht zu werden“, führt Arne Bast aus. Und so wird kurzerhand eine solarbetriebene, portable Klimaanlage für die Nutzung in warmen Erdregionen entwickelt, damit lassen sich etwa Medikament kühlen. Aber nicht nur im Hauptgeschäft wird mit neuen Innovationen und Lösungen gearbeitet. Auch der Unternehmenseigene Fuhrpark wird gerade komplett auf E-Mobilität umgestellt und für die betriebliche Stromversorgung eine Solaranlage installiert. Damit passt das Engagement des Betriebs hervorragend zum Programm clean:tech, dessen Ziel ein Erleben und Sichtbarmachen von sauberen Technologien in Hamburg ist. Auch Handwerksbetriebe gehen mit der Zeit, zumindest ist das bei Kälte Bast deutlich zu spüren.

Mit MINT und Handwerk in die Zukunft

Überzeugen konnten sich die Jugendlichen der Stadtteilschule Walddörfer davon bei einer Führung durch Ausstellung, Kältekammer und Werkshalle, wo Auszubildende des ersten Lehrjahrs gerade das Löten übten. Nur schwer zu lösen, waren die Schülerinnen und Schüler angesichts fliegender Funken. Einige Ratschläge zur Berufswahl gab es obendrein. Rede und Antwort standen auch Maik Boller, ebenfalls in der Ausbildung zum Mechatroniker für Kältetechnik und Anton Widera, der gerade sein duales Studium absolviert hat. „Mit meiner Ausbildung kann ich einen Teil zur Energiewende beitragen, das hat mich neben den Inhalten und den handwerklichen Komponenten auch gereizt,“ erzählt Anton. Das Interesse für Mathematik, Physik sowie handwerkliches Geschick sollten für eine Ausbildung in diesem Bereich vorhanden sein, wird im Verlaufe des Besuchs deutlich. Dass es im Handwerk nicht ohne MINT-Kompetenzen geht, betont auch Ausbilder Fabian Schulte. Einer Tatsache, der die Initiative NAT mit ihrem neuen Programm für die Mittelstufe ebenfalls Rechnung tragen möchte.

Mehr zum Programm clean:tech unter https://www.cleantech.hamburg/mitmachen/programm-mittelstufe/

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