Hamburg, Berlin, 14. Juni 2022 – ILA einmal anders: Erstmalig besuchen auch rund 200 Neuntklässlerinnen aus Hamburg die internationale Luft- und Raumfahrtausstellung am Hauptstadtflughafen, informieren sich über das klimaneutrale Fliegen und eigene Karrierechancen, bauen eine XXL-Kettenreaktion und lassen sie am Ende krachen. Die Veranstaltung am 25. Juni ist öffentlich und startet um 16.15 Uhr in Halle 1, direkt hinter dem Osteingang. Moderator Johannes Büchs führt durch das Bühnenprogramm und begrüßt dafür auch Cornelia von Ammon, Leiterin der Pressestelle im Bundesverband der Deutschen Luft- und Raumfahrtindustrie, BDLI.

Eine gute Idee kann fliegen. Sie lautet: Mädchen mit einem Faible für Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik, kurz MINT, untereinander vernetzen und in Kontakt mit beruflichen Perspektiven bringen. Und zwar bevor das Fenster sich wieder schließt, weil andere Fächer vermeintlich leichter, beliebter und weiblicher seien. „mint:pink“ heißt das Programm hinter dieser Idee. Es stammt von der Hamburger Initiative NAT und hat sich über die Metropolregion hinaus einen Namen gemacht: Im Frühjahr landete es bei ILA-Projektmanagerin Julia Rachele. „Mit sechs träumen viele Mädchen noch von der Raumfahrt, mit sechzehn trauen sie sich den Job nicht mehr zu“, weiß die Karriereexpertin, die sich dafür stark macht, dass Mädchen nicht nur träumen, sondern sich auch trauen.

Ein Mut-Mach-Programm für MINT-interessierte Mittelstufenschülerinnen ist daher genau das Richtige auf einer Messe für Luft- und Raumfahrt, so sieht es auch der BDLI. „Technologievielfalt ist wesentlicher Erfolgsfaktor unserer High-Tech-Industrie, und diese müssen innovative Ingenieurinnen und weibliche Fachkräfte selbstverständlich mitgestalten“, erklärt Cornelia von Ammon. Für die BDLI-Kommunikationschefin sind Frauen mehr als das I-Tüpfelchen in einem oft noch von Männern dominierten Metier. Es bedarf einer Kombination aus Hard- und Softskills: Technische Affinität und wissenschaftliches Interesse muss geweckt und gefördert werden, aber auch Faktoren wie Mindset, Motivation und Verbindlichkeit sind unverzichtbar. „Dieses Zusammenspiel ist besonders wichtig in der Luft- und Raumfahrt, die geprägt ist von komplexen multinationalen Projekten, die international ausgerichtete Denkweisen erfordern ebenso wie das Interesse und die Notwendigkeit, als Teamplayer mit Kollegen verschiedenster Nationalitäten, auch im Ausland, zu arbeiten“, erklärt von Ammon und betont: „Wichtig ist die Bereitschaft, über den Tellerrand hinauszublicken. Gefragt sind auch Fremdsprachen und interkulturelle Kompetenz“.

Als die Einladung vom BDLI kam, ließ sich NAT-Geschäftsführerin Sabine Fernau nicht lange bitten. Schließlich ist die erste europäische Luft- und Raumfahrtmesse seit Pandemiebeginn nicht nur für die Schülerinnen eine Chance. Sie ist auch ein Glücksfall für die Initiative NAT selbst, die das Programm seit zehn Jahren zusammen mit Unternehmen und Hochschulen auf die Beine stellt. „Unser Angebot bekommt eine Bühne – und wir werden sie nutzen, um auch anderen Mut zu machen und Nachahmer zu finden“, verspricht Fernau.

Dafür hat die Initiatorin einen ganz besonderen Programmtag im Gepäck: Erst lassen sich die Neuntklässlerinnen von der Ausstellung inspirieren, dann legen sie selbst Hand an und bauen eine Kettenreaktion im XXL-Format. Das Material für die 50 Meter lange Kette aus Aktion und Reaktion liefert der Event-Dienstleister Bitou, die Ideen für mindestens drei Impulse pro Tisch kommen von den Schülerinnen. Erwartet werden darf, dass die 15-Jährigen damit eine Konfetti-Kanone zum Krachen bringen. Erfolgreich ist die Exkursion in vier Bussen nach Berlin aber vor allem dann, wenn es nicht nur Papierschnitzel, sondern Perspektiven und Karrierechancen für die mint:pink Talente von morgen regnet.

Für Fragen und Fotos:
Stephanie Gottschalk, gottschalk@nat.hamburg, 0151-12363397 oder 040-328 91 98 56

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